Autor Thema: Bildung und Universitäten in Dascon  (Gelesen 7524 mal)

jalea

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Bildung und Universitäten in Dascon
« am: Juni 12, 2011, 13:58:17 »
Allgemeine Bildung

Das Bildungsniveau in Dascon hat seine Höhen und Tiefen - je nachdem, wen man denn so anspricht. Das Bildungsmonopol liegt klar bei der Kirche. Anders als in der realen Welt, in welcher dieses Bildungsmonopol durch den Buchdruck mit beweglichen Lettern überworfen wurde, bleibt es in der wunderbaren Welt des Ceridentums größtenteils dabei. ;)
Manche Lehen, Dörfchen etc. haben möglicherweise einen Priester, der sich auch in gewissem Maße um eine Grundlegende Bildung der Gesindekinder kümmert, aber faktisch ist das in der Stadt natürlich mehr ausgeprägt als auf dem Land, wo Kinder auf dem Feld mithelfen müssen.

Wir zwingen niemanden, Analphabeten zu spielen - und einfache Rechenaufgaben muss nicht jeder unbedingt als bozephalisches Gedöns betrachten! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Bildungsgrad eines dasconschen Charakters herzuleiten: Man kann entweder von den Eltern zu einer Dorfschule (unregelmäßig und sowas wie eine Sonntagsschule mit Katechismus und grundlegender Bildung) geschickt und grundlegend alphabetisiert worden sein, oder aber das war nur was für diejenigen, die es sich leisten konnten. Oder aber nur eins von den Geschwisterchen wurde zur Schule geschickt und die anderen haben aus dritter Hand zumindest den Namen zu schreiben gelernt.
Beliebt sind auch Wanderlehrer, welche Jahrmärkte und andere ähnliche Veranstaltungen nutzen, um gegen Naturalien oder Geld Vorträge halten, das Alphabet vorstellen oder ähnliche lehrreiche Angebote für die lernbegierige ärmlichere Bevölkerung bereitstellen. Diese Wanderlehrer werden streng von den Victorianern beobachtet, könnten sie doch nur all zu leicht falsche oder gefährliche Unwahrheiten unter die leichtgläubige Bevölkerung säen.
Vergleichbare, weniger kommerziell arbeitende Wanderlehrer gibt es denn auch vonseiten der Kirche - beispielsweise wenn sich Gemeindelose Wanderprediger dazu berufen fühlen, der Land- und ärmeren Stadtbevölkerung zu einem tieferen Glauben zu verhelfen und ihnen anhand bebilderten Devotionaliendrucken das Lesen von Heiligenlegenden beibringen.

In den bürgerlichen Schichten einer Stadt ist das wieder etwas anders, da gerade in bestimmten Zünften erwartet wird, dass ein Meister auch Rechnungen schreiben kann, ohne dabei einen Helfer zu benötigen. Viele Handwerkerfamilien schicken daher oft mindestens einen Sprössling in eine Alphabetschule, nur wenige reiche Patrizierfamilien leisten sich Privatlehrer, deren Lehrplan über Schreiben, Lesen, Mathematik und den Katechismus hinausreicht.

Kurz und knapp: es gibt nicht den Ansatz einer modernen Schulpflicht in Dascon, aber die Möglichkeit zu Bildung. Theoretisch auch für bildungsferne und ärmere Schichten. Es ist wahrscheinlicher, Lesen und grundlegende Rechenkenntnisse zu erlernen als eigenständiges Schreiben. Kommt auf das Lehen und den Geistlichen an - der Ulrich de Sevigny zu Reichenstein zB. hat einmal angeordnet, dass seine Leute alle ein bisschen Lesen/schreiben können sollten und bezahlt dafür auch seine Gelehrte. Das Bildungsmonopol in Dascon liegt klar bei der ceridischen Kirche und ihren Vertretern, auch wenn sich mit den Universitäten Lyriens eine wissenshungrige und und selbstbewusste Gelehrtenschicht bildet.


Dasconische Universitas Magistrovum et Scholarium,
angesiedelt in Dascon (Handelsstadt)

Bei der Dasconischen Universitas handelt es sich um die Vereinigung des Kollegium Theologica des Vicorianischen Ordens und der Herzöglichen Anstalt zur Verwesungs- und Landeskunde. Eine immer höhere Nachfrage nach Studienplätzen, auch aus den bürgerlichen Schichten, war Anlaß zum Zusammenschluß und damit zur Gründung der ersten dasconschen Universität nach Vorbildern der großen Städte in den Mittellanden. Die Leitung der Universität unterliegt dem Orden der Victorianer, der Lehrbetrieb wird aber in Gemeinschaft mit den weltlichen Dozenten aus Dascon betrieben.
Die Universitas gliedert sich dabei in drei Fakultäten, die Theologische Fakultät, die Fakultät für Verwesungskunde und Jurisprudenz und die Mathematisch-Philosophische Fakultät, wobei die letztere im Gegensatz  zu den beiden ersten recht neu und damit eher klein ist. Keine offizielle Fakultät, aber dennoch so genannt, ist die Untere Fakultät. Der Begriff beschreibt einmal die Verwaltung der Magister und Schüler im Trivium und Quadrivium, sowie das Trivium und das Quadrivium selbst. Man beginnt sein Studium im Trivium, in dem Grammatik, Dialektik und Rhetorik gelehrt werden. Im Quadrivium kommen Arithmetik, Geometrie, Musiktheorie und Astronomie hinzu. Der Abschluss der Unteren Fakultät ist die Vorraussetzung für den Eintritt in eine der drei anderen Fakultäten.
Einen richtigen Campus gibt es nicht. Natürlich werden die Lehrräume des Kollegiums und der Anstalt weiterhin benutzt. Desweiteren finden Vorlesungen und Seminare mitunter auch in den Privaträumen einzelner Dozenten statt.
Für Studenten, die weder im Kollegium unterkommen, noch bei ihren Eltern in der Stadt wohnen oder sich kein Zimmer in einer Herberg oder Pension leisten können, ist die Burse die Wahl der Wohnstatt. Aus dieser Notwendigkeit heraus haben sich mittlerweile zwei Gruppierungen gebildet, die Burschen und die Kollegen, benannt nach Burse und Kollegium. Und wie es so ist, hat sich zwischen diesen beiden Gruppen eine freundschaftliche Feindschaft entwickelt.
Zurzeit sind ungefähr achtzig Studenten eingeschrieben, die von siebzehn Dozenten unterrichtet werden. Zusätzlich sind immer wieder temporär Magister von außerhalb eingestellt, um in der Unteren Fakultät zu lehren.

Gruppierung aus dem Dunstkreis der Universität: Die Burschen

Die Burschen sind die Draufgänger der beiden Verbindungen. Wenn der Büttel mal wieder nach jugendlichen Missetätern sucht, die die öffentliche Ordnung gestört haben, war es ganz sicher einer von den Burschen. Aber schnappen lassen sie sich nur selten. Dafür sind sie häufiger in den Tavernen und Gasthäusern zu finden.
Wer zu den Burschen gehören will, muss ein Einführungsritual über sich ergehen lassen.
Bei den Burschen hat es sich etabliert, das Bogenschießen zu erlernen. Zu Beginn jedes Jahres wird ein Turnier unter ihnen veranstaltet, dessen Gewinner den Rest des Jahres von allen anderen bevorzugt behandelt wird.
Der Leitspruch der Burschen ist: Sine Vi Industria Non Separat. Ein alter Professor hat diesen Spruch immer in seinen Vorlesungen von sich gegeben, ohne ihn je zu erklären. Inzwischen kursieren so manche Übersetzungen, die mehr oder minder falsch sind.



Ursprungspost war diese Frage:

Gibt es eigentlich eine Universität in Dascon?
« Letzte Änderung: Februar 19, 2015, 19:02:50 von Anne »
Die erste Liebe ist doch immer die wahre Liebe.
-
Sine Vi Industria Non Separat

Pax

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Re: Bildung und Universiäten in Dascon
« Antwort #1 am: Juni 12, 2011, 14:26:30 »
... wird überarbeitet ...
« Letzte Änderung: Juni 12, 2011, 22:44:56 von Pax »

Haderast

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Re: Bildung und Universiäten in Dascon
« Antwort #2 am: Juni 12, 2011, 15:42:01 »
Normaler Weise liegen in Lyrien die Schulen und Bildungseinrichtungen in den Händen der Kirche.

Nyxion

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Re: Bildung und Universiäten in Dascon
« Antwort #3 am: Juni 12, 2011, 22:38:41 »
Da hat er Recht.
Außerdem: Universitäten abseits der Kirche sind Vereinigungen von Ketzern, die falsche Lehren verbreiten. Ganz sicher. ;)
Auch bei Hauslehrern ist es besser Mönche zur Ausbildung der Töchter zu wählen. Schließlich hat nur der Klerus ein Auge darauf, dass man nicht nur lernt wie die Welt funktioniert, sondern auch nie vergisst warum.

HamtyDamty

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Re: Bildung und Universiäten in Dascon
« Antwort #4 am: Juni 15, 2011, 20:04:03 »
Ich würde mal so sagen je nach vor herrschendem ceridischem Orden wird es in dem Gebiet mehr Wissen gesammelt und gelehrt oder eben die Bücher verbrannt. In Dascon wird der Heilige Victorius verehrt, dessen Orden ich angehöre. Dieser Heilige ist auf Gesundheit und Hygiene ausgerichtet sowie das Wissen darum. Somit Naturwissenschaftlich interessiert sage ich jetzt mal.

Ich hütete ein paar sehr Interessante Bücher in meiner Bibliothek  ;) die hätte Ellen bestimmt sehr interessiert.

Martina

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Re: Bildung und Universiäten in Dascon
« Antwort #5 am: September 19, 2011, 10:21:31 »
Kann man nur Theologie studieren?

Haderast

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Re: Bildung und Universiäten in Dascon
« Antwort #6 am: September 19, 2011, 11:46:58 »
Nein, natürlich kannst du noch ganz andere Dinge studieren.
Astronomie z.B. oder Heilkunde etc. wir werden Euch demnächst einen Hintergrund zu einer Universität liefern. Dabie geht der Dank Danielle / Elena. :)

Tilli

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Re: Bildung und Universiäten in Dascon
« Antwort #7 am: September 19, 2011, 15:14:45 »
Gibts da auch eine Alchemistische Fakultät?

Pax

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Re: Bildung und Universiäten in Dascon
« Antwort #8 am: September 20, 2011, 12:11:40 »
Wir sind grad die letzten Details am abklären, dann dürft ihr euch das gerne anschauen :).

Aber eine alchemistische Fakultät haben wir nicht.

Tilli

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Re: Bildung und Universiäten in Dascon
« Antwort #9 am: September 20, 2011, 19:01:41 »
Wäre der Tilli jetzt schon Meister, würde ich das glat ändern!   ;D

Martina

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Re: Bildung und Universiäten in Dascon
« Antwort #10 am: September 21, 2011, 10:58:46 »
Gehört Pflegewissenschaft zur Heilkunde? Ich würde gern im Altenheim arbeiten :) Wenn es eins überhaupt gibt?
« Letzte Änderung: September 22, 2011, 15:57:32 von Martina »

jalea

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Re: Bildung und Universiäten in Dascon
« Antwort #11 am: September 21, 2011, 13:01:11 »
Heilkunde gibt es an der Uni übrigens auch nicht.
Die erste Liebe ist doch immer die wahre Liebe.
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Martina

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Re: Bildung und Universiäten in Dascon
« Antwort #12 am: September 21, 2011, 14:36:54 »
Oh nein :( Schade

HamtyDamty

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Re: Bildung und Universiäten in Dascon
« Antwort #13 am: September 21, 2011, 18:43:19 »
Also ein Hospital ist im Bau ;) Dem entsprechend wird es auch eine Ausbildung zum Heiler geben.

jalea

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Re: Bildung und Universiäten in Dascon
« Antwort #14 am: September 21, 2011, 19:42:10 »
@Hamty Wie gesagt, nicht an der Uni ;)
Aber schön zu wissen, dass es auch ein Hospital geben wird^^
Die erste Liebe ist doch immer die wahre Liebe.
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