Autor Thema: Dasconsche Mode  (Gelesen 6288 mal)

Kelmon

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Dasconsche Mode
« am: September 28, 2011, 04:02:50 »
Die Mode in Dascon

Wie man sich im Herzogtum, beziehungsweise den einzelnen Grafschaften und den Handelsstädten kleidet, unterliegt keinem Spielerleitfaden - dennoch gibt es ein paar Anhaltspunkte und Inspirationen, an denen Ihr euch bei der Generierung Eurer schnieken Kleidung für einen Dascon-Charakter orientieren könnt.

Die Mode im Herzogtum umfasst insgesamt einen weiten Rahmen - von der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts bis zum Ende des Fünfzehnten Jahrhunderts in Europa. Während das Volk sich mit Kleidung, die um das vierzehnte Jahrhundert herum angelehnt ist, überall ansiedeln kann, unterscheiden sich gerade die höheren Adelshäuser der Grafschaften.
Während in den Bergen von Rhumforte die alten dasconschen Adelshäuser auf Tradition konzentriert sind und sich etwas altmodisch am ausgehenden dreizehnten Jahrhundert orientieren, trägt man in Vigneronne Kleidung, die von der Mitte des Vierzehnten bis anfang des Fünfzehnten Jahrhundert inspiriert ist. Hier legt man Wert auf Gediegenheit. In Marsault und der Markgrafschaft Dascon dominiert der Stil des mittleren und späten fünfzehnten Jahrhunderts - doch während in der Markgrafschaft bürgerliche Patrizier und Händler eine städtische Mode vorantreiben, bevorzugt man in Marsault größtenteils eher ländliche Mode ohne allzu absurde Details, hier prunkt man mit prächtigen Stoffen und wenigem, gezielt platziertem Geschmeide.
Doux-Amere bringt durch die Vizecomtessa Isabella einen Hauch von Exotik in die Mode, hier können spanische Einflüsse die Kleidung bestimmen.
Die Handelsstädte fallen durch ihren Kontakt mit Ausländern und deren Mode etwas aus dem Rahmen der Grafschaften, und so trägt man zum beispiel auch in Enhavre, Vigneronne, gerne die Mode des späten fünfzehnten Jahrhunderts.

Kurz zusammengefasst und auf den Punkt gebracht kann man, abseits der Einordnung in reale Zeitabschnitte, sagen:
Marsault: eher Bäuerlich.
Rhumforte: traditionell behaftet (eher ältere Mode).
Vigneronne: richtung Bürgerlich/Gutsherren und Händler.
Doux-Amere: etwas exotisch Spanisch angehaucht.
MG Dascon, speziell Dascon Stadt: mehr Städtisch/Bürgerlich, Patrizier und Zunftkleidung.
Generell: Adel, Städter und Händler etwas modischer und später angesiedelt als die normale Bevölkerung.


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Ursprungspost:




Mich würde mal interessieren, ob sich zufällig schonmal jemand Gedanken dazu gemacht hat, welche Mode denn in Dascon so angesagt ist.

Natürlich ist es momentan so, daß jeder Spieler, der einen Dasconer Charakter bespielt, entweder die Gewandung eines bestehenden Charakters irgendwo im Bereich Hochmittelalter bis Renaissance weiterbenutzt (so grob mein Eindruck über die bestehende Gewandungsbandbreite), oder eben neue Gewandung irgendwo in diesem Zeitraum erstellt.

Gerade für die, die sich gerne neue Charaktere mit neuen Gewandungen für das Spiel in Dascon erstellen wollen wäre es aber mMn schön, wenn man sich hier einfach an irgendwelchen stilistischen Vorlagen orientieren könnte. Im Laufe der Zeit könnte so eine halbwegs homogene Landesgewandung entstehen.
« Letzte Änderung: Juni 18, 2012, 09:07:09 von Anne »

Haderast

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Re: Dasconsche Mode
« Antwort #1 am: September 28, 2011, 09:03:58 »
Dabei stellt sich denke nicht die Frage von "Land" sondern eher die Frage von "Grafschaft" ;)

Siefke hat mit seiner Darstellung von Mode und Rüstung in Marsault wohl das 15. Jh angepeilt. Also meist kurze Obergewänder in der Zivilgewandung und einen Plattenharnisch sowie ein Schaller.

In Rhumforte ist man recht traditionell eingestellt und trägt Kettenpanzer und eher lange Cotten mit Reiterschlitz.
Da kann ich demnächst mal ein Beispielbild meines Rhumforter Knappen hier rein stellen. (Mode hier ca. an 13. Jh angelehnt)

Vigneronne wird demnächst durch AnneMiranda bespielt, die kann da sicher mehr zu dem Kleidungsstil in dieser Grafschaft sagen.
« Letzte Änderung: September 28, 2011, 11:08:35 von Haderast »

Hubert

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Re: Dasconsche Mode
« Antwort #2 am: September 28, 2011, 10:16:13 »
Siefke hat mit seiner Darstellung von Mode und Rüstung in Marsault wohl das späte 14. Jh- frühes 15. Jh angepeilt. Also meist kurze Obergewänder in der Zivilgewandung und einen Plattenharnisch sowie ein Schaller.
Eher spätes 15.

Zitat
Vigneronne wird demnächst durch AnneMiranda gespielt, die kann da sicher mehr zu dem Kleidungsstil in dieser Grafschaft sagen.
Anne hat schon mal ein Weib aus Vigneronne bespielt, das hätte ich auch auf 15es datiert. Und dann gibts auch noch Ennhavre in Vigneronne, auch ziemlich eindeutig spätes 15es (das Renaissance Zeug der Pixner ist und bleibt eine Ausnahme, das darf ignoriert werden ;) ), aber aufgrund der geographischen Lage ist Ennhavre vielleicht nicht das beste Beispiel für die Mode der Grafschaft.

Die militärische Mode der Grafschaften wird übrigens nett durch den Reisebericht beschrieben, den Pax verfasst hat. Der ist aber nicht online verfügbar, oder?
« Letzte Änderung: September 28, 2011, 10:18:20 von Hubert »

Pax

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Re: Dasconsche Mode
« Antwort #3 am: September 28, 2011, 10:26:31 »
Ritter Ulrich hat nur zuviel Geld um sich die aktuellste Rüstungsmode leisten zu können ;).

Vom Prinzip kann man sich im späten 13. bis Mitte 15. Jahrhundert bewegen. Dascon ist lose ans Frankreich dieser Zeit angelehnt, wenn man seine Mode dahingehend ausrichten will. Allgemein ist eher ländliche, einfache und nicht zu prunkvolle Kleidung verbreitet, wenn man von bestimmte Ausnahmen absieht. Renaissance-Kleidung ist eher ungewöhnlich für Dascon.

Wie Haderast schon anmerkte ist Rhumforte etwas "traditioneller" angehaucht, aber nicht unbedingt rückständig in Rüstung und Mode.
Marsault ist bunt gemischt, die meisten Adeligen dort haben nicht soviel Geld um sich die besten Rüstungen und neueste Mode zu leisten, Kettenharnisch ist da noch weiter verbreitet als Plattenrüstung. Die Mode ist dort abseits der größten Adelshöfe ländlicher und einfacher.
Vigneronne ist etwas modebewusster. Durch den Weinhandel ist dort der Wohlstand etwas weiter verbreitet, was sich in der Mode auswirkt.
Die Grafschaft Dascon selbst ist die fortschrittlichste und eher Städtisch geprägt. Bewegt sich dann eher anfang 15. Jahrhundert und in den Städten ist bürgerliche Mode verbreitet. Händler laufen auch etwas prunkvoller herum und sind von einfachen Adeligen nicht immer zu unterscheiden.
Doux-Amere ist durch die Vizcondesa in den letzten Jahren etwas spanisch beeinflusst worden von der Mode her und auch etwas später angesiedelt. Dort sind prunkvolle Gewänder weiter verbreitet als sonstwo in Dascon.
« Letzte Änderung: September 28, 2011, 12:20:38 von Pax »

Anne

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Re: Dasconsche Mode
« Antwort #4 am: September 28, 2011, 12:17:38 »
Zitat
Vigneronne wird demnächst durch AnneMiranda gespielt, die kann da sicher mehr zu dem Kleidungsstil in dieser Grafschaft sagen.
Anne hat schon mal ein Weib aus Vigneronne bespielt, das hätte ich auch auf 15es datiert.
Die Klamotte für Silvester war am ehesten eine sehr freie Interpretation des warmen Fäntelalters, muss ich gestehen, das war aber auch vor meiner Orgazeit und ich hatte nicht sonderlich viel Ahnung. ;)

Generell aber möchte ich für Vigneronne das späte vierzehnte bis frühe fünfzehnte Jahrhundert etablieren, wobei Enhavre, wie Hubert schon richtig sagt, an Mode logischerweise aus dem Rahmen fallen kann.
« Letzte Änderung: September 28, 2011, 14:02:01 von Anne »

Kelmon

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Re: Dasconsche Mode
« Antwort #5 am: September 29, 2011, 00:01:32 »
Okay, schönen Dank für die Information. Bedeutet dann, daß ich meine (noch fast komplett zu nähende) ca-1470-Gewandung für living history dann wohl gut für einen Dasconschen Charakter verwenden könnte.

Ansonsten wollte ich eigentlich meinen Tagelöhner/Bettler Mathis auch gerne Rückwirkend im Dunstkreis von Dascon ansiedeln, wobei für den mit grob-1260-Gewandung (Beinlinge, Cotta, zipfellose Gugel, Rechteckmantel, Pilgertasche in Trapezform) dann wohl am ehesten noch Rhumforte angesagt wäre, wenn überhaupt.
« Letzte Änderung: September 29, 2011, 00:08:52 von Kelmon »

Anne

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Re: Dasconsche Mode
« Antwort #6 am: September 29, 2011, 00:04:19 »
Ja.

Finea

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Re: Dasconsche Mode
« Antwort #7 am: September 29, 2011, 23:20:58 »
Ah, wie praktisch.
Ich überlege im Moment das olle Leinenkleid von Silvester umzuschneidern um eine "Eine Magd für alle Fälle"-Klamotte zu besitzen. (Oder aber es gefällt mir überhaupt nicht mehr und ich verkaufs und näh mir ein neues...) Da muss ich mal schauen, wonach ich mich ausrichte  ;D

Sally/Siefke

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Re: Dasconsche Mode
« Antwort #8 am: September 30, 2011, 08:49:16 »
Ah, wie praktisch.
Ich überlege im Moment das olle Leinenkleid von Silvester umzuschneidern um eine "Eine Magd für alle Fälle"-Klamotte zu besitzen. (Oder aber es gefällt mir überhaupt nicht mehr und ich verkaufs und näh mir ein neues...) Da muss ich mal schauen, wonach ich mich ausrichte  ;D
Komm nach Marsault. Da sind die Leute noch nett und haben immer Heu/Stoh im Haus.

Haderast

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Re: Dasconsche Mode
« Antwort #9 am: September 30, 2011, 09:12:28 »
Ah, wie praktisch.
Ich überlege im Moment das olle Leinenkleid von Silvester umzuschneidern um eine "Eine Magd für alle Fälle"-Klamotte zu besitzen. (Oder aber es gefällt mir überhaupt nicht mehr und ich verkaufs und näh mir ein neues...) Da muss ich mal schauen, wonach ich mich ausrichte  ;D
Komm nach Rhumforte. Da sind die Leute noch adrett und zahlen Silber anstatt Kupfer.

Sally/Siefke

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Re: Dasconsche Mode
« Antwort #10 am: September 30, 2011, 10:41:10 »
Ja, geh nach Rhumforte wenn du Mode von gestern willst.

Haderast

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Re: Dasconsche Mode
« Antwort #11 am: September 30, 2011, 10:46:57 »
Die Mode kommt wieder ;)

Anne

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Re: Dasconsche Mode
« Antwort #12 am: September 30, 2011, 10:52:27 »
Lass dir von dem marsaulter hillbilly und dem verstaubten Rhumforter nichts einreden.
Komm nach vigneronne, da ists am schönsten!

HamtyDamty

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Re: Dasconsche Mode
« Antwort #13 am: September 30, 2011, 18:16:59 »
Nichts da, komm ins Kloster und folge dem Weg des Heiligen Victorius.
Die Mode ist Einheitlich und kommt nie aus der Mode sowie hält sie im Winter schön warm.

Tilli

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Re: Dasconsche Mode
« Antwort #14 am: Oktober 02, 2011, 13:06:50 »
Puh... bin ich froh das ich ausländer bin... zumiondest eine meiner Persönlichkeiten...