Autor Thema: Karten- und würfelspiele aus Dascon.  (Gelesen 2645 mal)

Dominik der Große

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Karten- und würfelspiele aus Dascon.
« am: November 13, 2011, 02:41:40 »
Ein freundliches Hallo zusammen...

etwas verspätet und nach massivem drängen von Anne hier endlich mal die beiden Kartenspiele die Johnny und ich am letzen Abend in der Taverne auf dem GaD "erfunden" haben.

Da wäre zum einen "Wid Wid". Hier sind die Regeln die selben wie bei Mau Mau, nur dass man anstatt "Mau" und "Mau Mau" eben "Wid" und "Wid Wid" ruft. Ich weiß, Ich weiß... welch große Erneuerung :)

So nun zu dem etwas innovativerem Part. Das nächste Spiel nennt sich "Eine Nacht in Dascon".

Für die die das Spiel vllt kennen, es ist vergleichbar mit "Ja mein Herr und Meister", nur ohne spielleitenden Herren und Meister. Wir haben da einfach ein "normales" Karnöffel Kartendeck zweckentfremdet. Die Karten werden unter den Spielern aufgeteilt und verdeckte Stapel geordnet. Jeder Spieler sieht jeweils nur die oberste Karte seines Stapels. Dies hat den Zweck die Spontanität zu erhöhen. Ziel des Spieles ist es, einen Handlungsstrang aufzubauen, angefangen mit "Es war einmal eine Nacht in Dascon." Die Spieler erzählen Reihum und versuchen sich in ihren Ausführungen bwz Gedankengespinsten zu übertrumpfen. Die Bedeutung jeder Karte liegt im Ermessen des jeweiligen Spielers, der anhand der Farbe, Zahl oder Abbildung einen weiteren Abschnitt der gesponnenen Geschichte gestaltet. Je abstruser sich die Geschichte entwickelt, desto besser.

Bsp.: Spieler 1 beginnt mit Herz-Ober: "Es war einmal eine Nacht in Dascon, als ein einsamer Knecht auf der Suche nach seiner Wahren Liebe war."
         Spieler 2 legt Schellen-Acht: "Nach einiger Zeit begegnete der Held acht finsteren Strauchdieben, denen er saftige Maulschellen verpasste."
usw.

ACHTUNG: Dieses Spiel eignet sich nicht sehr fürs Abzocken, sondern eher für geselliges Beisammen sein und viel Gelächter.

Diese Spiele haben uns auf dem GaD sehr viel Spaß gemacht und ich würde mich freuen, wenn es ein paar von euch irgendwann auch mal so geht.

mfg Domi


 
« Letzte Änderung: Januar 07, 2013, 13:40:03 von Anne »
Für den Eynen! Für Santa Clara!

Anne

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Re: Kartenspiele
« Antwort #1 am: November 13, 2011, 12:12:55 »
Besser spät (in der Nacht xD) als nie!

Von Weitem auf dem GaD sah es so aus, als hättet ihr Spaß gehabt an eurem Wachtisch - danke fürs Aufschreiben :)

Und auch eine hübsch klingende Umbenennung eines bekannten Spieles macht was her find ich. Muss ja nicht jeder das Rad neu erfinden. (Außerdem... genug "verschärfte" Regeln für Mau Mau, die auch noch lokal unterschiedlich definiert sind, gibts allemal ;) )

Kelmon

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Re: Kartenspiele
« Antwort #2 am: November 13, 2011, 17:34:42 »
Wir haben auf dem Ulrichtreffen da auch noch was entwickelt, ich wurde aber zur Geheimhaltung verpflichtet ;)

Anne

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Re: Kartenspiele
« Antwort #3 am: Dezember 07, 2011, 22:29:15 »
Ich hab mir mal erlaubt, die Kommentare die besser in einem Smalltalk- oder Spamthread aufgehoben wären, auszukehren, um den Thread sauber zu halten und keinen Nährboden für entstehenden Spam zu bieten.


Ist ja schön, wenn ihr auf dem Liedertreff Spaß hattet, aber möglichst humorvolle Andeutungen zu dem dollen Spiel sind für alle Nicht-Eingeweihten unverständlich.

Wie wäre es eigentlich mal, die Ergebnisse des Treffens, zumindest innerhalb der Spielergruppe Reichenstein, zu veröffentlichen? Der Sinn der Geheimhaltung auch vor denjenigen Gruppenmitspielern, die lediglich keine Möglichkeit hatten zu kommen, erschließt sich mir immer noch nicht.

Tilli

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Re: Kartenspiele
« Antwort #4 am: Dezember 14, 2011, 19:55:29 »
Das liegt daran, dass außer Spass nicht sooo wahnsinnig viel bei rauskamm und das Kartenspiel einfach für einen Gag gut ist.

Anne

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Re: Karten- und würfelspiele aus Dascon.
« Antwort #5 am: Januar 07, 2013, 14:04:15 »
Ein äußerst wichtiges und dasconsches würfelspiel:

Reichenstein!

Manchem evtl. Unter dem Namen 'Chicago' bekannt ;)

Man spielt mit drei würfeln, einsatz ist eine münze für schnelle, zwei für ordentliche runden.
Die 1 zählt als hundert, und nur die 1 darf bei mehrmaligem Werfen liegen bleiben.
Die 6 zählt als sechzig, darf aber nicht liegen bleiben. Bei zwei sechsern wird eine zur eins umgedreht.
Enthält ein wurf weder sechs noch eins, ist er nichts wert und heißt Fisch.
Drei einser bedeuten den sofortigen sieg und heißen Reichenstein.

Das spiel teilt sich in zwei Phasen auf:
Hinrunde - jeder der eine runde verliert, muss eine der mittig liegenden münzen vor sich legen, bis keine mehr im pott liegt. Übersteht ein spieler die hinrunde, ohne eine münze vor sich zu haben, hat er gewonnen, bei mehreren wird der gewinn zu gleichen teilen aufgeteilt.
Rückrunde - jeder der eine Runde gewinnt, legt eine der Münzen vor sich in die Mitte. Wer zuerst keine mehr vor sich hat, hat gewonnen.

Die einzelnen Runden laufen so ab:
Der erste kann bis zu dreimal würfeln. Er legt damit fest, wie oft in dieser einen Runde gewürfelt werden darf!
Beispiel für eine hinrunden-runde:
 wurf eins - 5 , 1, 4.   Ergibt Zusammen hundertneun auf den ersten wurf. Die eins darf liegen bleiben, mit den anderen versucht der spieler ein höheres ergebnis zu erreichen.
Wurf zwei - 1 .   2, 6.  Ergibt zusammen hundertzweiundsechzig auf den zweiten wurf.
Das ergebnis ist nicht schlecht, und so belässt der beginner es dabei.

Sein ergebnis muss danach mit eben so vielen würfen möglichst überboten werden. Dabei ist zu beachten, dass bei gleichem eregebnis das Erste höher ist - daher verliert im zweifelsfalle immer der letzte fisch.
In der hinrunde beginnt der verlierer (also der mit dem niedrigsten ergebnis) der vorigen Runde eine neue, in der rückrunde der gewinner.

... Wow :D dafür, dass es beim spielen schnell zu lernen ist, ists ausgeschrieben ganz schön viel.

Lutz Löffler

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Re: Karten- und würfelspiele aus Dascon.
« Antwort #6 am: Januar 07, 2013, 14:08:43 »
Extrem wichtig bei diesem Spiel ist es wenn ein Reichenstein gewürfelt wird, muss dies lauthals von allen Spielern mitgeteilt werden.  ;)

Anne

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Re: Karten- und würfelspiele aus Dascon.
« Antwort #7 am: Juni 19, 2017, 17:48:15 »
Inzwischen wurde das Spielerepertoire gehörig aufgestockt:

Bozi Stechen (Kartenspiel a la schwarzer Peter)
Im Gegensatz zum klassischen Kinderspiel geht es bei dieser Version darum zu gewinnen, nicht darum, nicht zu verlieren. So kann auch um die ein oder andere Münze oder das letzte Stück Kuchen gespielt werden.
Es gibt eine ganze Reihe von Pärchen (in meinem Falle Tierbilder) und einen einsamen Bozelophanten als Schwarzen Peter, die gemischt verteilt werden. Nun kann jeder Spieler der Reihe nach von einem beliebigen anderen Spieler ziehen, um Pärchen zu sammeln und abzulegen. Hat ein Spieler keine Karten mehr auf der Hand, ist die Runde vorbei und derjenige mit den meisten Pärchen vor sich gewinnt - außer, er hat zum Abschluss der Runde den Bozelophanten auf der Hand.


42 (oder 'das dreckige Dutzend')
Für viele ein Wirtshausklassiker, ist dieses Würfelspiel schnell gelernt und dank der schnellen Runden auch in der kleinsten Zwischenpause einzuschieben.
Gespielt wird reihum mit fünf Würfeln, von denen bei jedem Wurf mindestens einer liegen gelassen werden muss (was also maximal fünf Würfe pro Spieler ergibt). Das Ziel ist, die anderen Spieler durch das möglichst hohe Ergebnis auszustechen, gewertet wird dabei mit einem Kniff: Um etwas wert zu sein, benötigt der Zug eine zwei und eine vier, der Rest der Augen wird zusammengezählt. So ergibt sich die 18 als der höchste normale Wert, darüber liegen noch die Pasch von eins bis sechs.


F*** die Eins

Dieses Spiel ist trotz ein bisschen Kopfrechnen so einfach wie es nur geht, sehr schnell und ein einziges Groschengrab: Es wird mit einem einzigen Würfel gespielt, jeder Spieler würfelt so oft er will - oder, bis eine Eins gewürfelt wird. Jeder Wurf wird auf das Ergebnis aufgerechnet und man kann jederzeit aufhören. Der nächste Spieler muss dann versuchen, das Ergebnis zu übertrumpfen. Man sieht, das Spiel ist ungefähr so taktisch wie eine Dampfnudel, aber es macht für eine Weile viel Spaß.