Autor Thema: Dasconsche Post - die grünen Armants  (Gelesen 1511 mal)

Anne

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Dasconsche Post - die grünen Armants
« am: Dezember 06, 2012, 20:38:11 »
Das dicht gestrickte und weite Botennetz der Armant Verdoyant/grünen Armants unter Aufsicht der Familie Pervenche geht zurück auf Chevalier Armant Guaspart de Pervenche.  Im Jahre [JAHRESZAHL FOLGT] während eines Zerwürfnisses der mächtigen Grafen von Marsault und Rhumfort wurde er damit beauftragt, eine  Depeche des Herzogs mit einem Urteil zu der Angelegenheit zu überbringen – und dank findiger Organisation von Wechselpferden und treuen Gefolgsleuten gelang es ihm, das Schreiben innerhalb kürzester Zeit zu den streitenden Parteien zu senden. Somit wurde weiteres unnötiges Blutvergießen auf beiden Seiten verhindert, und durch den weisen Beschluss des Herzogs kehrte wieder Friede zwischen den Grafschaften ein. Über das rasche Zerstreuen des Zerwürfnisses durch die prompte Übermittlung der Depeche erfreut, beschenkte der gütige Herzog Phelip Raymont de Vigneronne den Chevalier Armant nicht nur mit dem Erblehen Coquille in Vigneronne, sondern ernannte ihn zum herzoglichen Postritter, der in Zukunft mit der Überbringung wichtiger Dokumente betraut werden sollte.
Dieser Vertrauensbeweis sollte niemals enttäuscht werden, unter der Anleitung des frisch gebackenen Freiherren Armant entstanden noch zu seinen Lebzeiten die ersten festen Posten mit Wechselpferden und –reitern auf den Strecken zwischen den wichtigsten Dasconschen Höfen, wodurch sich die Nachrichtengeschwindigkeit am Ende des Erfüllten Lebens von 25 auf bis zu 166 Kilometer am Tag erhöht hatte.

Seine Nachfolger sollten das Botennetz weiter verdichten und bis über die Grenzen von Dascon heraus erweitern, außerdem begann man bald damit, auch nicht-staatliche Briefe der oberen Schichten gegen Bezahlung zu überbringen. Die bereits bestehenden Zunftnetze wie die Wein- oder Kornboten sahen in dieser kommerziellen Ausweitung eine Gefahr für den eigenen Profit, und da die Boten der Familie Pervenche unter herzoglichem Wohlwollen agieren und unter den bestehenden Botennetzen ein Monopolrecht  auf das Benutzen von Signalhörnern und einem eigenen Wappen haben, schwelt dieser Interessenskonflikt bis in die heutige Zeit vor sich hin.
Als Erinnerung an den Begründer des Botennetzes wird jeder Meldereiter unterwegs als „Armant“ betitelt, die grünen Kleider als Zeichen der Wappenfarben der Familie Pervenche taten ihr Übriges - Heute sind die grünen Boten Armants bekannt und geachtet für ihre Zielstrebigkeit, Pünktlichkeit und Treue – ihre Arbeit ist hart, aber sie werden dafür gut bezahlt. Auch tragen die Meldereiter nicht nur die versiegelten Botschaften, sondern Nachrichten aus der weiten Welt bei sich, was das aktuelle Geschehen sprichwörtlich auf grünen Schwingen durch die Lande fliegen lässt.

Anne

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Re: Dasconsche Post - die grünen Armants
« Antwort #1 am: Februar 24, 2015, 16:00:38 »
Der einzelne grüne Bote Armants
Ein Leben als grüner Bote verspricht weite Reisen, lange Monate fern der Heimat - aber auch gute Bezahlung und die Achtung sowohl des Volkes (wenn man nicht gerade Zunftboten begegnet) als auch des Adels. Kommt es unterwegs zu einem Unwetter, das Leib und Leben des Boten oder des Pferdes gefährdet, so wurde noch nie einem grünen Boten ein Unterschlupf in einem dasconschen Haushalt verwehrt. Das liegt einerseits an dem guten Ruf der Boten, aber andererseits auch an der Gewissheit, dass mit dem Gast auch Neuigkeiten in das Haus kommen.
Die meisten grünen Armants sind bürgerlicher Herkunft, aber auch der niedere Landadel hat die Chancen des geachteten Botendienstes für sich entdeckt - mit den Erfahrungen und den Verbindungen eines grünen Boten in der Hinterhand konnte so mancher Sprössling einer verarmten Familie schließlich Fuß an einem renommierteren Hof fassen. Sei es als vertrauenswerter zuverlässiger Hofbeamte oder auch für den Nachwuchs des Hofes als Reitlehrer oder als schier unerschöpflicher Quell in Bezug auf Dasonsche und Lyrische Familien, deren Wappen und Umgangsformen...
Der Großteil der Boten ist, der Herkunft geschuldet, illiterat. Deshalb muss sich bei Annehmen der Botschaft danach erkundigt werden, ob die Nachricht dem Empfänger vorgetragen werden muss oder nicht. Einige Boten erlernen noch mühsam während der Wartezeiten in den Stationen das Lesen, Schreiben allerdings meist nicht.
Ein Bote ist nicht fest einem bestimmten Wechselposten zugeteilt, sondern verbleibt nach dem Übergeben der Nachricht an einen frischen Boten so lange an dem Posten, bis er wieder in eine andere Richtung gebraucht wird. Auf bestimmten schwierigen Streckenabschnitten eilen allerdings auch mal nur ortsansässige Meldereiter zwischen zwei Posten hin und her, die nur im Notfall über ihre bekannten Gebiete hinaus eingesetzt werden.
Ebenso ist es möglich, dass ein grüner Bote als Begleitung einer diplomatischen Abordnung mitreist, um nach Aufsetzen eines Dokumentes dieses schnellstmöglich in das Botennetz Armants' einschleusen zu können.

Berufskleidung und Erkennungsmerkmale:
Um die grünen Boten Armants jederzeit ohne Probleme erkennen zu können, braucht es einfache Erkennungsmerkmale in der Kleidung und Accessoires:
- eine dunkelgrüne Garnache (Vigneronne ist ja 14.Jhd) mit gut sichtbaren Emblem vor
- ein grüner Jagdhut mit grüngelber Kokarde.
- ein gewachster oder mit Leinöl eingelassener Beutel für Briefe könnte das Emblem Tragen.
- ein Signalhorn

Emblem: ist noch in der Entwicklungsphase. Etwas mit Rufhorn und Dascon-Rad wahrscheinlich.